Workshops "Vielfalt"

 

Freitag, 11.1. (13:30-17:00)

Handeln ist heilsamer als Reden

Heike Richartz


Der Mensch in seinem ‚sozialen Atom‘ steht im Mittelpunkt der psychodramatischen Herangehensweise. Erlebnisse werden im Rollenspiel auf kognitiver, emotionaler und körperlicher Ebene nachempfunden und durch Rollen- und Perspektivwechsel neue Lösungen erschlossen. Daher eignet sich das Psychodrama sehr gut sowohl für Beratung und Therapie, als auch für Soziale Arbeit, Pädagogik und Supervision im Einzelsetting und in der Gruppe. Im Workshop wird die Methode Psychodrama in Theorie und Spiel kurz dargestellt – daher Spielfreude erwünscht!

Selbsterfahrung VT

 Michaela Holler


Jeder Mensch hat einen blinden Fleck, oder zwei, oder viele? In diesem Workshop wollen wir gemeinsam mit den Methoden der Verhaltenstherapie auf Spurensuche gehen. Viel Zeit bleibt nicht, aber die Ansätze sollen sichtbar werden.

Szenisches Spielen in der KJP

 Anne Knappe


Therapeutisches Spielen ist ein komplexer Zugang zu Kindern mit psychischen Problemen, der Therapieschulen übergreifend genutzt wird.

Szenisches Spielen in der Therapie mit Kindern eröffnet die Möglichkeit, problematische und/oder schädigende (Lern-)Erfahrungen im Spiel – also symbolhaft - zu bearbeiten. Kinder können sich durch das individuelle Gestalten der Szene entsprechend ihrer inneren Bereitschaft gestuft/zunehmend schwierigen Erfahrungen zuwenden, sie explorieren, durchleben und verändern. Der szenische Ansatz nutzt dabei das Spielen als ressourcenorientierte Methode. Durch die Ressourcenaktivierung ist es den Kindern möglich, sich problematischen Erfahrungen im therapeutischen Setting zu stellen und diese wirkungsvoll zu verändern. Im Szenischen Spielen werden auch gezielt individuelle therapeutische Interventionen gesetzt.

Im Workshop werden Anregungen zur praktischen Umsetzung von szenischem Spiel gegeben, so z.B. die Förderung von explorativem Verhalten, Konfrontation im Spiel und Etablierung von Veränderungen, die eine emotionale Neubewertung von Ereignissen ermöglichen.

„Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist.“

 Rebecca Wagner


„Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist.“ (Arnold Beisser)

Der Workshop richtet sich an Personen, die erstmals Kontakt zur Gestalttherapie aufnehmen möchten. Es wird ein Einblick in Haltung und Grundideen der Gestalttherapie ermöglicht, in der Gruppe erlebbar und für den einzelnen spürbar gemacht.

Einführung in die Systemische und Familientherapie

Iris Thanbichler


Im Workshop werden systemische Haltungen und Grundannahmen theoretisch vermittelt und methodisch erfahrbar gemacht.

Inhalte: Systemische Grundhaltungen, Konstruktivismus, Systeme und Autopoiese, Hypothesenbildung, Prozessorientierung, Auftragsklärung als Basisintervention und permanenter Prozess, Bedeutung von Werten und Wertungen im therapeutischen Prozess.

Jeder Mensch ist dazu bestimmt zu leuchten - auch TherpeutInnen

Patricia Appel


Leuchten, Leichtigkeit, Lebensfreude, Lieben, Lachen, Lust, Lebendigkeit – ging Ihnen das auch schon mal verloren? Psychotherapie ist zwar ernst, aber nicht nur. Wenn all die schwierigen Schicksale mal wieder unsere Lebendigkeit reduzieren, dann ist es gut Neues auszuprobieren: spielerische, kreative und künstlerische Wege zu uns selbst zu finden und wieder Kraft zu gewinnen. Mit Impro-Theater, Tanzen, Singen, Körperübungen und anderem füllen wir unser Instrumentarium, das wir auch für die Arbeit mit unseren Klienten verwenden können. Damit wir wieder leuchten - für uns und für andere.

Bringen Sie offene Sinne, Neugier und Experimentierfreude sowie lockere, bequeme Kleidung mit.

Methodenvielfalt in der KJP

Thomas Jahns


Der Workshop bietet einen Einblick in die stationäre Behandlung von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Vorgestellt wird das multimodale Therapiekonzept der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Zentrums für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Würzburg. In kurzen Impulsreferaten werden zunächst das Rahmenkonzept und die verschiedenen therapeutischen Ansätze von den jeweiligen Therapeuten dargestellt. Im Podium sollen dann möglichst auch mit Patientenbeteiligung Fragen und Anregungen zu den therapeutischen Konzepten diskutiert werden.  So soll erfahrbar gemacht werden, wie kognitiv-verhaltenstherapeutische, DBT-orientierte und systemische Behandlungsmethoden, Fachtherapien wie Musik-, Bewegungs- und Kunsttherapie, Sozialberatung, Angebote der Klinikschule, Therapien des Pflege- und Erziehungsteams und pharmakologische  sowie andere medizinische Interventionen ineinandergreifen, um ein individuelles, patientenorientiertes Therapieprogramm zu erstellen

„Der hat doch nix, der läuft doch noch“ oder „Warum Laufen manchmal nicht alles ist“.

Eva-Maria Müller, Verena Stadter


Die (psycho?!)-therapeutische Arbeit mit neurologisch erkrankten Menschen – eine Reise in die bunte Welt der Neuropsychologie.

Klinische Neuropsychologen beschäftigen sich mit den kognitiven, emotionalen, verhaltensbezogenen und sozialen Folgeproblemen von Patienten mit Hirnschädigungen oder -erkrankungen. In der (psycho-)therapeutischen Arbeit mit den Betroffenen begegnen einem eine Vielzahl von Herausforderungen. So vielfältig wie die Aufgaben des Gehirns sind, so vielfältig sind auch die Problematiken unserer Patienten.

Je nach Interesse der Teilnehmer gehen wir im Rahmen dieses Workshops auf ganz unterschiedliche Aspekte der Klinischen Neuropsychologie ein. Mögliche Schwerpunkte sind:

  • „Typische“ neuropsychologische Störungen und Behandlungsansätze anhand von Fallbeispielen
  •  (Psycho-)Therapie mit eingeschränktem Krankheitsverständnis / Sprachstörung / Gedächtnisstörung / etc.
  • Umgang mit schlechten Prognosen, bleibenden Behinderungen und unrealistischen Erwartungen/Zielen („Ich will werden wie früher.“)
  • Einbezug von Angehörigen („… Und dann übe ich jeden Tag nach dem Frühstück mit meinem Mann lesen, aber irgendwie wird er dann immer so ärgerlich.“)
  •  Berufliche Wiedereingliederung (Welche Fähigkeiten benötigt ein Starkstromelektriker / Frachtschiffskapitän / Innenbauarchitekt um beruflich bestehen zu können? Wie kann man eine veränderte Leistungsfähigkeit ausgleichen?)
  •  Fahreignung und sozialrechtliche Aspekte (Oder: Warum ein guter Bericht manchmal wichtiger ist, als jede therapeutische Intervention)
  • Selbsterfahrung mit verschiedenen Test- und Therapieverfahren
  • Arbeitsfeld: Wie wird man ein Klinischer Neuropsychologe? Welche Tätigkeitsbereiche gibt es?  

So bunt wie unser Arbeitsfeld, wird auch unser Workshop sein. 


Samstag, 12.1.  (11:00 - 12:30 Uhr)

Sich im Tanz selbst begegnen

Helga Köhler & Karin Schmutzler


Alles Lebende ist Bewegung. Tanztherapie ist eine gute Methode Erstarrtes, Verhärtetes oder Zurückgehaltenes wieder in den Fluss zu bringen. Gleichzeitig ist sie eine nonverbale Intervention, die Dinge sichtbar zu machen, die jenseits der Sprache liegen. So kann der Mensch in seiner Ganzheit sich erfahren.

Lust auf Paartherapie?

    Andreas Schrappe


Mit Paaren zu arbeiten, kann sehr effektiv sein – und auch Spaß machen! Bloß: Wer oder was ist hier eigentlich „mein Klient“? Was ist das Besondere bei der Auftragsklärung? Genügt die Verbesserung der Kommunikation? Welche Rolle spielen die Gefühle und Bindungsmuster? Der Workshop gibt eine Orientierung für Berater/innen und Psychotherapeut/innen, wie sie mit Paaren und Paarthemen umgehen können.

„Der hat doch nix, der läuft doch noch“ oder „Warum Laufen manchmal nicht alles ist“.

Eva-Maria Müller, Verena Stadter


Die (psycho?!)-therapeutische Arbeit mit neurologisch erkrankten Menschen – eine Reise in die bunte Welt der Neuropsychologie.

Klinische Neuropsychologen beschäftigen sich mit den kognitiven, emotionalen, verhaltensbezogenen und sozialen Folgeproblemen von Patienten mit Hirnschädigungen oder -erkrankungen. In der (psycho-)therapeutischen Arbeit mit den Betroffenen begegnen einem eine Vielzahl von Herausforderungen. So vielfältig wie die Aufgaben des Gehirns sind, so vielfältig sind auch die Problematiken unserer Patienten.

Je nach Interesse der Teilnehmer gehen wir im Rahmen dieses Workshops auf ganz unterschiedliche Aspekte der Klinischen Neuropsychologie ein. Mögliche Schwerpunkte sind:

  • „Typische“ neuropsychologische Störungen und Behandlungsansätze anhand von Fallbeispielen
  •  (Psycho-)Therapie mit eingeschränktem Krankheitsverständnis / Sprachstörung / Gedächtnisstörung / etc.
  • Umgang mit schlechten Prognosen, bleibenden Behinderungen und unrealistischen Erwartungen/Zielen („Ich will werden wie früher.“)
  • Einbezug von Angehörigen („… Und dann übe ich jeden Tag nach dem Frühstück mit meinem Mann lesen, aber irgendwie wird er dann immer so ärgerlich.“)
  •  Berufliche Wiedereingliederung (Welche Fähigkeiten benötigt ein Starkstromelektriker / Frachtschiffskapitän / Innenbauarchitekt um beruflich bestehen zu können? Wie kann man eine veränderte Leistungsfähigkeit ausgleichen?)
  •  Fahreignung und sozialrechtliche Aspekte (Oder: Warum ein guter Bericht manchmal wichtiger ist, als jede therapeutische Intervention)
  • Selbsterfahrung mit verschiedenen Test- und Therapieverfahren
  • Arbeitsfeld: Wie wird man ein Klinischer Neuropsychologe? Welche Tätigkeitsbereiche gibt es?  

So bunt wie unser Arbeitsfeld, wird auch unser Workshop sein. 

Interpersonelle Therapie IPT

Kristina Dickhöver


Dieser Workshop hat die Auseinandersetzung mit biographischen Prägungen und deren Folgen auf das Hier und Jetzt zum Thema. Ziel soll die Identifikation eigener prägender Bezugspersonen und deren Auswirkungen auf den persönlichen Interaktionsstil sein.

Acceptance and Commitment Therapy ACT

Andre Pittig


Dieser Workshop bietet Einblicke in die Arbeit mit der Acceptance und Commitment Therapie mit hohem Selbsterfahrunganteil, auch und insbesondere in Bezug auf eigene Ängste und existentielle Themen.

Analytisches Proseminar

Ortrud Hölker


Wer psychotherapeutisch tätig sein möchte, braucht vertiefte Einsichten in Lebenssituationen, um daraus für Patienten ein Verstehen entwickeln zu können. Das Proseminar dient dazu erste Erfahrungen zu machen, dass eine Situation unglaublich vielfältige Facetten des Verstehens haben kann, die sich manchmal scheinbar widersprechen aber am Ende doch zusammengehören. Ähnlich wie ein Richter, der sich erst ein gutes Bild zu einem Geschehen machen kann, wenn er viele Zeuge mit unterschiedlichen Perspektiven angehört hat, wird im Proseminar eine Lebenssituation möglichst umfassend wertfrei betrachtet. Gleichzeitig können die Teilnehmer des Proseminars erfahren, wie wertvoll es sein kann, seinen eigenen Einfällen, Gedanken, Assoziationen zu vertrauen, denn das ist einer der wesentlichsten Zugänge zum Unbewussten – in uns, aber auch bei unseren Patienten. 

Werte und Ziele in der Verhaltenstherapie

Nick Paschenda


Was will ich eigentlich, was ist mir wichtig im Leben, worauf kommt es mir an? In diesem kurzen Workshop geht es darum, wie die Verhaltenstherapie mit dem Patienten versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei sollen die Konzepte „Ziele“ und „Werte“ beleuchtet werden. Statt theoretischem Lernen haben Sie hier die Möglichkeit die Übungen, die wir in der Therapie mit dem Patienten machen, selbst und in Partnerarbeit auszuprobieren, dabei Selbsterfahrung zu sammeln und einen Einblick in die Praxis zu erhalten.

 


Samstag, 12.1.  (13:30 - 17:00 Uhr)

Einführung in die tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie

 Silvio Jama


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops erwartet ein sukzessiv integrativer Einblick einschließlich Körperselbsterfahrung in die tiefenpsychologische fundierte körperpsychotherapeutische Arbeit. Aufdeckende und Selbstbegegnung fördernde Aspekte des therapeutischen Handelns sollen verdeutlicht werden, mithin die Integration unterschiedlicher körpersensitiver, emotionaler und konfliktbezogener Muster, sowie die dazu notwendige tiefenpsychologische Beziehungsarbeit erörtert werden. Stets besteht jeweils die Möglichkeit für praktische Selbsterfahrung und Selbstbegegnung, Reflexion und fachliche Einordung. Wünschenswert wären für die Durchführung das Mitbringen von einer Decke als Unterlage, möglichst bequemer Kleidung und rutschfesten Söckchen.

Lösungen für kniffelige Gesprächssituationen

 Katja Kleideiter


Im Beratungskontext erleben wir immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern. In diesem Workshop werden Haltungen und Methoden der systemisch-lösungsorientierten Therapie vorgestellt, die die Gesprächsführung erleichtern, beim Gegenüber neue Impulse setzen und zu Lösungen anregen.

Erlebnisbasierte Methoden in der Systemischen Familientherapie

 

Atilla Höfling


Ein Merkmal der Systemischen Therapie ist der ganzheitliche Zugang zu den Themen und Problemen von Klient*innen. Im Workshop werden ausgewählte Methoden aus der systemischen Praxis vorgestellt, die das tatsächliche Erleben im therapeutischen Prozess als Ressource nutzen und intensivieren. Hierzu gehören u.a. Skulpturarbeit, Aufstellungen, Seilearbeit und auch gestalterische Methoden. Workshopteilnehmer haben die Möglichkeit, diese Methoden selbst auszuprobieren und zu reflektieren.

Selbsterfahrung VT

 Michaela Holler


Jeder Mensch hat einen blinden Fleck, oder zwei, oder viele? In diesem Workshop wollen wir gemeinsam mit den Methoden der Verhaltenstherapie auf Spurensuche gehen. Viel Zeit bleibt nicht, aber die Ansätze sollen sichtbar werden.

Arbeit mit Tierfiguren

 Wolfgang Burgmaier & Gabriele Schenk


Der Workshop präsentiert eine kleine Auswahl von Arbeitsweisen mit Tierfiguren, die sich in der systemischen Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Familien bewährt haben.

Theoretische Inputs und praktische Übungen wechseln sich ab.

Falling in love with psychodrama is a little like falling in love with espresso – anything else tastes watery

 

Elisabeth Uschold-Meier


Psychodrama wurde von Jakob Levy Moreno (1889 – 1974) entwickelt und kommt heute in vielfältigen Formen, Settings und in allen Altersgruppen zum Einsatz: In der Einzel-, Paar-, Kinder-, Familien- und Gruppenpsychotherapie ebenso wie in der Supervision, der Sozialarbeit, der Erwachsenenbildung, im schulischen Kontext, im Coaching oder in der Organisationsberatung. Das Verfahren Psychodrama ist handlungs- und ressourcenorientiert, soll aktivierend wirken und gelingende Begegnung mit anderen Menschen sowie Spontanität fördern. Psychodrama ist dadurch gekennzeichnet, dass es einen bemerkenswert großen und umfangreichen „Methodenkoffer“ besitzt, der mit den verschiedensten Techniken, Arrangements und Handwerkszeugen angefüllt ist. Zu den bekanntesten Arrangements zählen das psychodramatische Rollenspiel sowie die psychodramatische Aufstellungsarbeit. Insbesondere aufgrund dieser szenischen Arrangements wird das Psychodrama häufig als sehr realitätsnah und gleichzeitig auch über diese Realität hinausgehend – also bereichernd – empfunden. Teilnehmer des Workshops erhalten einen praxisnahen Einblick in dieses Verfahren..

Trans*-Diagnostik und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie

 

Florian Daxer


Kinder und Jugendliche, deren Geschlechtsidentität nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt bzw. nicht mit dem binären Rollenverständnis von Mann und Frau vereinbar erscheint, und deren Eltern suchen häufig die Hilfe von Fachleuten. In dem Workshop sollen die Grundlagen der Arbeit mit diesen Familien vermittelt werden. Neben diagnostischen Kriterien und therapeutischer Haltung möchte ich auch auf die interdisziplinäre Vernetzung, ohne die diese Arbeit nicht möglich ist, und die somatische (endokrinologische und chirurgische) Behandlung sowie rechtliche Aspekte eingehen. Neben der Theorievermittlung soll aber vor allem anhand von Fallbeispielen die praktische Arbeit dargestellt werden. Einen Teil des Workshops werde ich daher gemeinsam mit einem jungen Trans-Mann bestreiten.

 


Sonntag, 13.1. (13:30-15:00 Uhr)

Einblick in die systemische Therapie

Stefanie Frahsek


In der systemischen Beratung und Therapie geht es um den Menschen in seinen sozialen Beziehungen. Es wird lösungsorientiert mit dem Blick auf Stärken und Ziele gearbeitet. Im Workshop erfahren Sie, wie Probleme aus systemischer Sicht betrachtet werden und bekommen die Gelegenheit, ausgewählte Methoden selbst auszuprobieren.

Einführung in die tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie

 

Silvio Jama


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops erwartet ein sukzessiv integrativer Einblick einschließlich Körperselbsterfahrung in die tiefenpsychologische fundierte körperpsychotherapeutische Arbeit. Aufdeckende und Selbstbegegnung fördernde Aspekte des therapeutischen Handelns sollen verdeutlicht werden, mithin die Integration unterschiedlicher körpersensitiver, emotionaler und konfliktbezogener Muster, sowie die dazu notwendige tiefenpsychologische Beziehungsarbeit erörtert werden. Stets besteht jeweils die Möglichkeit für praktische Selbsterfahrung und Selbstbegegnung, Reflexion und fachliche Einordung. Wünschenswert wären für die Durchführung das Mitbringen von einer Decke als Unterlage, möglichst bequemer Kleidung und rutschfesten Söckchen.

Die Methode des Durcharbeitens in der Gegenübertragung - Wie wirkt Psychoanalyse in der Behandlung seelisch Traumatisierter?

 

Martin Ehl


Menschen, die in ihrem Leben seelische Traumatisierungen erlitten haben, zeigen oft in ihrem inneren Erleben eine Welt, die von verletzten „Figuren“ bevölkert ist, die aber auch wiederum selbst unbewusst-aktiv auf die Menschen ihres Umfeldes destruktiv wirken können. Darüber hinaus sind  Traumatisierte oft  in ihrer Symbolisierungsfähigkeit beeinträchtigt und in ihrem Denken eingeengt. Sie können unter einer inneren Leere leiden, während sie im Außen Angst vor Beziehungsverlust und gleichzeitig auch vor Nähe beklagen.

 

 

Damit unsere therapeutischen Bemühungen zu Veränderungsprozessen beitragen, ist die Bereitschaft des Therapeuten zur emotionale Teilnahme an Schmerz und Groll des Patienten unablässige Voraussetzung. Wie ein solcher Prozess gelingen kann, soll in diesem Workshop erfahren werden.

Einführung in die gewaltfreie Kommunikation

  Philippe Türk Pereira


Im Rahmen des Vortrags soll basierend auf der Methode und Haltung der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) das Augenmerk vor allem auf Fertigkeiten des Sprechens sowie des Hörens gelegt werden, mit deren Hilfe es gelingen kann, Menschen darin zu unterstützen, Anliegen klarer und bedürfnisorientiert zu äußern sowie empathischer auf das (unter Umständen gewaltvolle) Verhalten unserer Mitmenschen reagieren zu können. Der Vortrag möchte den Teilnehmern einen ersten Einblick in die Thematik geben und neben der theoretischen Wissensvermittlung auch erste Möglichkeiten zum Üben anbieten. Themen des Vortrags werden u.a. sein: die 4 Schritte der GFK, der Einsatz von Macht, typische Kommunikationssperren, Empathie.

Analytisches Proseminar (2x)

 Ortrud Hölker / Erich Limmer & Dora Wirth-Limmer


Wer psychotherapeutisch tätig sein möchte, braucht vertiefte Einsichten in Lebenssituationen, um daraus für Patienten ein Verstehen entwickeln zu können. Das Proseminar dient dazu erste Erfahrungen zu machen, dass eine Situation unglaublich vielfältige Facetten des Verstehens haben kann, die sich manchmal scheinbar widersprechen aber am Ende doch zusammengehören. Ähnlich wie ein Richter, der sich erst ein gutes Bild zu einem Geschehen machen kann, wenn er viele Zeuge mit unterschiedlichen Perspektiven angehört hat, wird im Proseminar eine Lebenssituation möglichst umfassend wertfrei betrachtet. Gleichzeitig können die Teilnehmer des Proseminars erfahren, wie wertvoll es sein kann, seinen eigenen Einfällen, Gedanken, Assoziationen zu vertrauen, denn das ist einer der wesentlichsten Zugänge zum Unbewussten – in uns, aber auch bei unseren Patienten.

Neue Autorität

 Bruno Körner


Als wir zwischen 1999 und 2002 das Konzept der Neuen Autorität von Haim Omer und Arist von Schlippe kennengelernt haben, hat es uns beschäftigt, gepackt und nicht mehr losgelassen. Wir haben darin das wiedergefunden und beschrieben erklärt, was unser schon damaliges Anliegen sowohl in der Pädagogik als auch in der Psychotherapie gewesen ist.

Mit unserer eigenen Erfahrung und der Vermittlung in Seminaren und Workshops haben wir mehr und mehr entdeckt, dass für viele TeilnehmerInnen wohl durch die Bücher eine Vorstellung der Umsetzung methodischer Ideen entstanden ist, ihnen aber eine Art von Orientierung bzw. roter Faden fehlte, das Konzept auf ihre je eigenen Kontexte und vor allem bei von ihnen als schwierig erlebte Prozesse zu übertragen. 

So haben wir unser eigenes Vorgehen rückwirkend reflektiert und ausgewertet und dabei überlegt, nach welchen Ideen und Gedanken in Haltung und Handlung wir selbst in Beratungen und Therapien vorgehen.

Daraus ist der Leitfaden im Konzept der Neuen Autorität entstanden. Im Laufe der Jahre haben wir auf diese Weise eine große Menge Erfahrungen in den unterschiedlichsten pädagogischen und schulischen Bereichen gemacht. Seit einigen Jahren gehören auch die Themen Führung und Neue Autorität sowie die Umsetzung therapeutischer Aspekte dazu.