Do., 09.04. 13:00
Begrüßung durch das Orga-Team und Grußwort, organisatorische Infos zum Kongressablauf.
Eröffnungsvortrag: Zwischenleiblichkeit in Diagnostik und Therapie
Die Einführung operationalisierter Diagnosesysteme hat zwar zu einer Präzisierung der Diagnostik geführt, jedoch auch zu einem Rückgang psychopathologischer Erfahrung und Intuition. Daher sollten phänomenologische Ansätze der zwischenleiblichen, intuitiven Diagnostik künftig wieder stärker berücksichtigt und in der Ausbildung eingeübt werden. Der Vortrag entwickelt zunächst das Konzept einer solchen Diagnostik auf der Basis der impliziten leiblichen Resonanz in der therapeutischen Begegnung. Er stellt weiter die Konzeption des Leibgedächtnisses und des resonanten Unbewussten vor, um schließlich die Möglichkeit korrektiver Erfahrungen durch leibliche Interaktion in der Psychotherapie aufzuzeigen.
Referiender: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs
Fr. 10.04., 9:00 | Moderation: tba
Anhand einer Fallvignette werden in einem praxisnahen Inter-/Supervisionssetting Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Sichtweisen und Interventionen der therapeutischen Schulen zum Thema.
Es diskutieren:
Amelie Pfister, Joana Rupprecht, Isabelle Schneider (Verhaltenstherapie)
Anke Wagener, Tobias Witte (Analytische/tiefenpsychologisch fundierte Therapie)
Charlotte Erlinghagen, Laura Schrappe, Ella Werst (Systemische Therapie)
Anna Gempel, Dorothee Lengsfeld, Linus Möls (Gestalttherapie)
Verhaltenstherapie
Analytische/tiefenpsychologisch fundierte Therapie
Systemische Therapie
Gestalttherapie
Fr. 10.04., 11:30, Sa. 11.04., 11:00, So. 12.04., 11:00
Leitung: Angela Moré, Harm Stehr
Die analytische Großgruppe ist ein Raum für einen offenen Austausch der Teilnehmer*innen. Jede*r soll frei aussprechen können, was sie/er mit den anderen teilen möchte, Gedanken, Eindrücke und Gefühle, die im Moment präsent sind oder aufkommen. Dazu gehören beispielsweise auch Träume oder eigene Erinnerungen, aber auch momentane Körperempfindungen. Es gibt keine Tagesordnung, keine Rednerliste, jede*r entscheidet selbst, wann sie/er das Wort ergreift. Für den Gruppenprozess ist es hilfreich, wenn möglichst viele sich mitteilen – am besten spontan und nicht zu lang.
Die Aufeinanderfolge von drei Großgruppen macht es der Gruppe möglich, im Raum stehende wichtige Themen zum Ausdruck zu bringen und die damit verbundenen Gefühle, Wünsche oder Befürchtungen bewusster zu erleben und zu bearbeiten. Darum sollten möglichst viele Teilnehmer*innen an allen drei Großgruppen teilnehmen.
Angela Moré und Harm Stehr eröffnen und schließen die Sitzungen und sind verantwortlich für den Rahmen, sie leiten nicht inhaltlich, sondern begleiten die Großgruppe mit Kommentaren und ggf. Interpretationen.
Angela Moré:
Dr. phil. habil., ist Apl. Professorin für Sozialpsychologie am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover sowie Gruppenanalytikerin (SGAZ), Gruppenlehranalytikerin (D3G) und Supervisorin. Sie befasst sich u.a. mit Dynamiken in Großgruppen und unbewussten transgenerationalen Einflüssen auf Gruppenprozesse. Letzte Veröffentlichung hierzu: Auswirkungen transgenerationaler Traumata auf Großgruppen am Beispiel des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. In: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 60/2024, S. 250-279.
Harm Stehr:
Dipl.-Psych., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker (DGPT), Gruppenanalytiker (D3G), Kliniksupervisor und Großgruppenleiter, Lehranalytiker am „Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland (IPR)“ in Köln, bis 2023 Gruppenlehranalytiker am „Seminar für Gruppenanalyse Zürich (SGAZ)“ und Dozent bei den „Gruppenanalyse Seminaren (GRAS)“ in Bonn.
Sa., 11.04., 09:00 | Moderation: Kilian Stenzel
Inhaltliche Auseinandersetzung und Assoziationen der verschiedenen Therapierichtungen mit dem Kongressthema "Alles gut".
Es diskutieren:
Joana Rupprecht (Verhaltenstherapie)
Gerda Sutthoff (Analytische Therapie)
Linus Möls (Gestalttherapie)
Leo Gerstberger (Systemische Therapie)
Joana Rupprecht: Joana hat Psychologie an der Uni Heidelberg (Bachelor) und Uni Hamburg (Master) studiert und ist seit September 2023 in Ausbildung zur Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie bei Erwachsenen am Institut für Psychotherapieausbildung Marburg (IPAM). Parallel promoviert sie zu Förderung von mentaler Gesundheit von Kindern und Jugendlichen am Lehrstuhl von Winfried Rief an der Philipps-Universität Marburg.
Gerda Sutthoff: Dr.med., Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin (DGPT), Gruppenlehranalytikerin (D3G), Supervisorin, von der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg zur Weiterbildung befugt, ständige Dozierende am WIPP, niedergelassen in eigener Praxis in Niederstetten (50 km von Würzburg entfernt).
Linus Möls: Gestalttherapeut in freier Praxis sowie Lehrer für Psychologie/Pädagogik und Philosophie. Supervisor im Bildungssystem; Psychologie- und Therapieaufklärung auf Instagram: @tafeltherapeut
Leo Gerstberger: Psychologe (M.Sc.) und approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Systemische Therapie). Nach klinischer Tätigkeit in Psychiatrie und Psychosomatik sowie in Forschung und Lehre am Universitätsklinikum Heidelberg und dem Heidelberger Institut für Psychotherapie arbeitet er heute in eigener Praxis in Berlin sowie als freiberuflicher Dozent für systemische Psychotherapie. In seiner Arbeit verbindet er aktuelle Forschung mit klinischer Erfahrung und legt besonderen Wert auf eine klare, praxisnahe und ressourcenorientierte Therapiegestaltung.
So., 12.04., 13:30
Zur Abrundung des Kongresses dürfen wir uns auf einen Abschluss mit der Improtheatergruppe "Der Kaktus" freuen. Hier der Humor und das Lachen im Vordergrund.
Nach vielen Tagen intensiver Arbeit mit teils schweren Themen, erleichtern uns diese den Übergang in den Alltag mit Leichtigkeit und Loslassen.
Der Kaktus spielt seit über 20 Jahren Improvisationstheater für Würzburg und den Rest Deutschlands. Neben klassischem Theatersport und Langformen interessieren sie sich uns allem für die Entwicklung neuer Formate.